Kärntner Yachtclub Klagenfurt

Hafen- und Kranbetriebsordnung

 
Rundschreiben an alle Bojen‐ und Steglieger des KYCK  ‐ August  2017 

Aus gegebenen Anlass möchte sich der Vorstand des KYCK an alle Bojen‐ und Stegliegeplatz‐Benützer  wenden, um Klarheit über die Sachverhalte zu schaffen und die Richtlinien zu kommunizieren. 
  • Allgemeines:   Der KYCK ist ein gemeinnütziger Segelverein, dessen Clubleben durch ehrenamtliche Tätigkeit des  Vorstandes und der Clubmitglieder geprägt ist.  
  • Hafenordnung:   Um die Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und einen Verhaltenskodex für alle festzulegen wurde  eine Hafenordnung erstellt. Diese liegt im Club auf bzw. ist auch auf der Clubhomepage  veröffentlicht. (untenstehend) 
  • Bojen:  Die Bojenplätze werden seitens des Clubs von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBF) gepachtet  und auf jährlicher Basis den Clubmitgliedern zur Verfügung gestellt. Der Club stellt auch die  „Hardware“ sprich Bojensteine, Ketten und Bojen. Wartungs‐ und Instandsetzungsarbeiten werden  nach Möglichkeit vom Oberbootsmann organisiert, wobei die Mithilfe insbesondere der Bojenlieger  erwünscht ist und bei der Neuvergabe der Bojenplätze berücksichtigt wird. Laut Hafenordnung sind  Bojen, Bojen und Mooringketten vom Benutzer zu kontrollieren und Schäden an den  Oberbootsmann zu melden bzw. auch zu beheben. 
  • Haftungsproblematik:   Schon im Jahr 2001 wurde versucht,  die Bojen des Clubs im Rahmen einer Haftpflichtversicherung in  eine Deckung einzubeziehen. Es konnte jedoch keine Haftpflichtversicherung gefunden werden,  welche eine Haftung des Clubs für das Risiko des Abreißens/Abtreibens von Bojen gedeckt hätte.  Deshalb möchte der Vorstand alle Bojen‐ und Steglieger informieren, dass seitens des Clubs in diesen  Fällen keine Haftung übernommen werden kann und den Bojen‐ und Steglieger eine  Haftpflichtversicherung Ihrer Boote abverlangt werden muss. Um die Risiken der Bojen‐ und  Steglieger abzudecken, wird der Abschluss einer Boots‐Kaskoversicherung empfohlen. 
  • Gesetzte Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit:  Um die Sicherheit der an Bojen und Steg liegenden Booten der Clubmitglieder zu erhöhen sind  folgende Maßnahmen getroffen worden:  
    • Ankauf eines Tiefenscanners mit GPS Funktion, um Bojenlagen und ‐Tiefen erfassen und  überprüfen zu können. 
    • Anschaffung von Hebeballonen, um Arbeiten an Bojensteinen zu unterstützen. 
    • Anschaffung einer Kraftmesseinrichtung, um die Haltekräfte der Bojensteine überprüfen zu  können.
    • Planung laufender Betauchungen, um insbesondere Verbindungsmittel (Schäkel) an den  Bojensteinen zu kontrollieren und erforderlichenfalls auszutauschen, oder durch  Schraubbolzenverbindungen zu sichern. ​​
 
Für den Vorstand:    Kurt Steinthaler     Dieter Krömer 

 
 
HAFENORDNUNG im Rahmen der SEGELORDNUNG
des
Kärntner Yacht Club Klagenfurt

Inhalt: Die Hafenordnung regelt die Benützung der ausschließlich vom KYCK betriebenen und verwalteten Yachthafenanlage einschließlich der im alleinigem Eigentum des KYCK stehenden Stege und Piloten, des Kranes, der Slipanlage und des Bojenfeldes. Die Durchsetzung der Bestimmungen der Hafenordnung obliegt dem Oberbootsmann und dem Kranwart in Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Die trotz Abmahnung fortgesetzte beharrliche Verletzung der Bestimmungen dieser Hafenordnung führt zum durch den Vorstand zu beschließenden Verlust des Liegeplatzes oder sonstiger Nutzungsberechtigung der Hafenanlage.

Berechtigte: Das Benutzen des KYCK-Hafens ist grundsätzlich nur solchen Booten gestattet, denen ein fixer Liegeplatz zusteht oder denen ein Gästeliegeplatz (auch im Rahmen einer Regatta) zugewiesen wurde. Für alle Boote hat eine aufrechte Haftpflichtversicherung zu bestehen. Zum Kranen sind ausschließlich unterwiesene Clubmitglieder und unterwiesene Regattateilnehmer lt. Kranordnung berechtigt. 

Vertäuung: Die ordnungsgemäße Vertäuung der Boote und das Absichern gegenüber den Liegeplatznachbarn obliegen ausschließlich den Liegeplatzbesitzern, die für alle aus einer Verletzung dieser Pflichten resultierenden Schäden alleine haften. Der Oberbootsmann und der Kranwart sind berechtigt alle Boote zu betreten und die im Hafen untergebrachten Boote kurzfristig an andere Liegeplätze zu verlegen, (z.B. im Zusammenhang mit Regatten, Reparaturarbeiten im Hafengelände usw.) wobei den Bootsbesitzern dadurch keine Kosten erwachsen dürfen. An der Mooring ist die Befestigungsleine durch die am Ende befindliche Kette zu führen. An der Brücke sind Leinen nicht zu straff und mit Entlastungsgummi zu befestigen.

Umweltschutz: Eine Verunreinigung der Anlagen und des Sees durch Abfälle, Fäkalien, Schmutzwasser, Mineralöle, Lacke etc. ist strengstens untersagt. Das Befahren der Steganlage mit Kraftfahrzeugen ist nur zum kurzzeitigem Be- oder Entladen von Schiffen erlaubt, im Übrigen jedoch untersagt.

Baden: Das Baden im Hafengelände ist während des Ein- oder Auslaufens eines Segelbootes bzw. eines Rettungsbootes nicht gestattet. Im Hafengelände hat das ein- oder auslaufende Segelboot gegenüber Badegästen immer Vorrang! Eltern haften für ihre Kinder, für Gäste das KYCK-Mitglied.

Liegeplatzvergabe: Bojen und Liegeplätze sind jährlich nach der Generalversammlung beim Oberbootsmann zu beantragen und nach Zusage bis 31.3. vorab zu bezahlen. Bei der Zuteilung von Bojen und Liegeplätzen ist darauf Bedacht zu nehmen, dass Segelbooten der KYCK-Regattaklassen der Vorzug zu geben ist. Bei Freiwerden und Neuvergaben von Bojen und Liegeplätzen werden Teilnahme an Arbeitseinsätzen (z.B. Einsatz in Wettfahrtleitung, Bojensetzen und –bergen, Rettungsbooteinsatz) und die Teilnahme an internationalen, national vom ÖSV ausgeschriebene oder im Wörthersee-Regattaprogramm verlautbarten Regatten mitberücksichtigt. Die Eherenmitgliedschaft wird bei der Bojenvergabe ebenfalls berücksichtigt.
Die Überlassung von zugeteilten Bojen und Liegeplätzen an Dritte ohne Zustimmung des Vorstandes führt zum sofortigen Verlust des Liegeplatzes. Wird ein Liegeplatz/eine Boje vom Besitzer während einer Saison nicht benutzt, verfällt der Liegeplatz/die Boje. Werden von den Liegeplatzbesitzern nicht belegte Liegeplätze als Gästeplätze benutzt, steht den Liegeplatzbesitzern dafür keine Vergütung zu.

Haftung: Die Benützung der Hafenanlage geschieht auf eigene Gefahr. Der Benützer hat den KYCK auch vor diesbezüglichen Ansprüchen mitgebrachter Gäste schad- und klaglos zu halten. Bei der Zurverfügungstellung eines Liegeplatzes handelt es sich nicht um einen Verwahrungsvertrag. Der KYCK haftet sohin nicht als Verwahrer iS der §§ 957 ff ABGB. Für den Zustand der Hafenanlage kann keine Gewähr seitens des KYCK übernommen werden. Bojen bzw. Bojen- und Mooringketten sind vom Benutzer zu kontrollieren. Schäden an der Hafenanlage sind unverzüglich dem Oberbootsmann zu melden.

Gültig: ab 1.1.2016 bis zum Beschluss einer neuen Hafenordnung

Die Hafenordnung steht hier zum Download bereit.
Die Kranbetriebsordnung steht hier zum Download bereit.
Die KYCK-Regattaklassen sind in der Bootsklassenorientierung ersichtlich.